Orientalische Schabe

Die Orientalische Schabe ist im Volksmund auch als Küchenschabe oder Kakerlake bekannt. Sie wird bis zu 28 mm groß und ist kastanienbraun bis schwarz gefärbt. Während das Männchen über lange Flügel verfügt, hat das Weibchen nur Flügelstummel. Diese legen die aus zumeist 16 Eiern bestehenden Eipakete nach etwa fünf Tagen Tragezeit in einem geschützten Versteck ab. Bis zum Schlüpfen der Larven vergehen anschließend etwa drei Monate. Die Entwicklung der Orientalischen Schabe wird durch hohe Temperaturen deutlich beschleunigt. Zugleich breitet sich ein widerlich süßlicher Geruch aus. Auch bei dieser Schabenart bilden faulende und feuchte Lebensmittel die bevorzugte Nahrungsquelle, obwohl auch Papier, Leder und Stoffe befallen werden. Als Hygieneschädling überträgt die Orientalische Schabe neben Salmonellen auch Milzbrand- und Tuberkulosekeimen und fördert die Ausbreitung von Fäulniserregern. Die Bekämpfungsmethoden sind typisch für einen Befall durch Schaben: Im Anschluss an die Detektion durch mit Lockstoffen versehene Klebefallen kommen entweder Sprühpräparate oder Fraßköder zum Einsatz, wobei jedoch Fraßköder bevorzugt werden, da sie die Umwelt geringfügiger beeinträchtigen. Auch ein Befall durch orientalische Schaben erfordert eine kontinuierlich durchgeführte Schabenbekämpfung, da eine Einzelmaßnahme nur selten zum Erfolg führt. Zudem sollten die erzielten Ergebnisse ständig überprüft werden, um eine dauerhafte Tilgung der Kakerlakenpopulation zu gewährleisten.

» zurück zum Schädlingslexikon